Die Weiterbildung zum/zur Suchttherapeuten/Suchttherapeutin an unserem Institut ist eine anwendungsorientierte und integrative Qualifizierung, die die Teilnehmenden befähigt, die Alltagspraxis in den ambulanten, stationären und komplementären Einrichtungen der Suchthilfe kompetent und eigenverantwortlich zu bewältigen. Die Vermittlung von fundierten Kenntnissen der Theorien klinischer Psychotherapie versetzt die Teilnehmenden in die Lage, nach den anerkannten Schemata Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD), ICD-10 und ICF Diagnosen zu stellen und individuelle, an den Bedürfnissen der Patienten orientierte Behandlungskonzepte zu entwickeln, was den heutigen Anforderungen der Gesundheitspolitik und des Sozialrechtes entspricht.

Ausrichtung

Die Weiterbildung „Suchttherapie“ an unserem Institut ist tiefenpsychologisch ausgerichtet auf das individualpsychologische Menschenbild von Alfred Adler, wonach körperliche und seelische nicht von den sozialen Vorgängen trennbar sind. Dies entspricht zugleich den Kriterien des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, welches einen ganzheitlichen Behandlungsansatz darstellt.

Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung der Persönlichkeit schuf Adler bereits die Grundlagen der modernen Psychosomatik, nach welcher auch heute die psychotherapeutische Versorgung nach dem Psychotherapeutengesetz in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt.

Adler geht von einem Kompensationstrieb als zentraler Antriebskraft der menschlichen Existenz aus. Grundgedanke seiner Kompensationstheorie bzw. Kompensationslehre ist, dass jeder Mensch sich als unvollkommen empfindet und aufgrund dieses Minderwertigkeitskomplexes (bzw. Hilflosigkeitskomplexes) bestrebt ist, diese Unvollkommenheit, diesen „Mangel“ auszugleichen. Zugleich sieht er den Menschen als ein von Natur aus soziales Wesen, das die Unterstützung durch die Gemeinschaft braucht und isoliert nicht lebensfähig ist. Ein nicht entwickeltes Gemeinschaftsgefühl und eine fehlende Verortung in einem sozialen Netz wirken sich negativ auf die seelische Gesundheit aus. Mit seinem Konzept des Gemeinschaftsgefühls hat Adler zugleich die Grundlage für den Kernsatz tiefenpsychologischer Sucht-Konzepte geschaffen, wonach gilt: Suchtkrankheit ist Beziehungskrankheit.

Laut Adler beruht das Einmalige, Einzigartige eines Menschen auf seinem ganz individuellen Lebensstil, dessen Leitlinien sich in den ersten Lebensjahren herausbilden, sodass der Mensch schon nach dem vierten oder fünften Lebensjahr eine feste Lebensform besitzt. Dieser Lebensstil unterliegt natürlich einem fortlaufenden Entwicklungsprozess, dennoch liegen in der entscheidenden frühen Phase die Ursachen für die „Fehlschläge“, die ein Mensch später bei der Bewältigung der Aufgaben, die das Leben an ihn stellt, erleidet.

Schwerpunkte und Inhalte | Theoriemodule 1 – 6

  • Modul 1: Abhängigkeit, Diagnosekriterien
  • Modul 2: Die wichtigsten therapeutischen Modelle und soziologische Erklärungsansätze zur Suchtentstehung und Suchtbehandlung
  • Modul 3: Neurobiologischer Erklärungsansatz
  • Modul 4: Störungslehre: Psychische Störungen
  • Modul 5: Tiefenpsychologisch-integrativer Ansatz zur Behandlung von Suchterkrankungen nach Alfred Adler.
  • Modul 6: Gesetzliche und ethische Aspekte in der PT und aktuelle Rahmenbedingungen
  • Modul 7: Reflexion/ Lehrtherapie/ Fallarbeit/Supervision
  • Modul 8: Praktische Anleitungen
  • Training von Methoden & Techniken 
  • Selbsterfahrung

Methodik

Die Teilnehmenden der Weiterbildung lernen die verschiedenen Behandlungsmodelle in Theorie und Praxis kennen. Therapeutische Fertigkeiten sowie Interventionstechniken und -methoden werden in unterschiedlichen Settings geschult und trainiert. Die Vermittlung von fundiertem fachbezogenem Wissen und von Handlungskompetenz wird durch die Förderung bzw. das Training der Fähigkeit ergänzt, das eigene Handeln mittels des Einsatzes geeigneter Verfahren zu evaluieren und zu dokumentieren und somit das eigene berufliche Handeln zu reflektieren. Diese Selbsterfahrungen ermöglichen und vertiefen einen erlebnis- und praxisorientierten Zugang zur therapeutischen Arbeit. Laufende Reflexion der Berufsrolle und Methodensupervision ergänzen das Programm.

Die Weiterbildung ermöglicht es den Teilnehmenden, sich mit einzelnen Aspekten ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen und im beruflichen Alltag auf einen sorgsamen Umgang mit den persönlichen Ressourcen zu achten.

Dauer und Umfang: 36 Monate berufsbegleitend, 859 UE

Die Weiterbildung ist anerkannt durch den Deutschen Fachverband für Sozialtherapie (DFS e.V.).
Sie befindet sich derzeit im Anerkennungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund).

Kontakt
  • Modul 1: Abhängigkeit, Diagnosekriterien
  • Modul 2: Die wichtigsten therapeutischen Modelle und soziologische Erklärungsansätze zur Suchtentstehung und Suchtbehandlung
  • Modul 3: Neurobiologischer Erklärungsansatz
  • Modul 4: Störungslehre: Psychische Störungen
  • Modul 5: Tiefenpsychologisch-integrativer Ansatz zur Behandlung von Suchterkrankungen nach Alfred Adler.
  • Modul 6: Gesetzliche und ethische Aspekte in der PT und aktuelle Rahmenbedingungen
  • Modul 7: Reflexion/ Lehrtherapie/ Fallarbeit/Supervision
  • Modul 8: Praktische Anleitungen
  • Training von Methoden & Techniken 
  • Selbsterfahrung

Die Teilnehmenden der Weiterbildung lernen die verschiedenen Behandlungsmodelle in Theorie und Praxis kennen. Therapeutische Fertigkeiten sowie Interventionstechniken und -methoden werden in unterschiedlichen Settings geschult und trainiert. Die Vermittlung von fundiertem fachbezogenem Wissen und von Handlungskompetenz wird durch die Förderung bzw. das Training der Fähigkeit ergänzt, das eigene Handeln mittels des Einsatzes geeigneter Verfahren zu evaluieren und zu dokumentieren und somit das eigene berufliche Handeln zu reflektieren. Diese Selbsterfahrungen ermöglichen und vertiefen einen erlebnis- und praxisorientierten Zugang zur therapeutischen Arbeit. Laufende Reflexion der Berufsrolle und Methodensupervision ergänzen das Programm.

Die Weiterbildung ermöglicht es den Teilnehmenden, sich mit einzelnen Aspekten ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen und im beruflichen Alltag auf einen sorgsamen Umgang mit den persönlichen Ressourcen zu achten.

Dauer und Umfang: 36 Monate berufsbegleitend, 859 UE

Die Weiterbildung ist anerkannt durch den Deutschen Fachverband für Sozialtherapie (DFS e.V.).
Sie befindet sich derzeit im Anerkennungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund).

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